Forumtheater

Maga Barbara Pfaffenwimmer
pfaffenwimmer@rollentausch.at
T 0676 347 37 02

• Dorotheergasse 20/6/12
  1010 Wien
• Gärtnerstrasse 13/15
   4020 Linz

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maga barbara pfaffenwimmer

psychotherapie, spiritualität, interaktives theater

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FORUMTHEATER

Forumtheatergruppe für Jugendliche ab 12
Stoppt Mobbing und Gewalt!
Hier treffen sich Burschen und Mädchen, die z.B. an ihrer Schule Mobbing und Gewalt erlebt haben. In der Forumtheatergruppe können durch das Zusammenspielen mit Gleichaltrigen neue Gedanken und Handlungen entwickelt und gefunden werden.
Ort: Mobbingstelle der O.Ö.Kinder- und Jugendanwaltschaft, Kärtnerstr. 10. 4020 Linz
Anmeldung und Information:
E: mobbingstelle.kija@A1net.
W: www.kija-ooe.at

 

„Im Theater der Unterdrückten spielt der Zuschauer eine Szene, um zu zeigen, wie er die Dinge zu etwas werden lässt. Dies ist die Vorbereitung einer Handlung im wirklichen Leben.“

(Augusto Boal)

Grundgedanke des Forumtheaters ist es, Situationen von Ungerechtigkeit aufzuzeigen und diese zu verändern. SchauspielerInnen und Zuschauende begeben sich dabei gemeinsam auf die Suche nach Lösungen für Konflikte.
Entwickelt wurde das „Theater der Unterdrückten“ vom brasilianischen Theaterregisseur Augusto Boal, der in seiner südamerikanischen Heimat Unterdrückung in verschiedenen Formen am eigenen Leib erfahren hat. Doch auch in Österreich braucht die Praxis der Demokratie und Partnerschaft noch viel Übung.
Es braucht die Erfahrung für viele Menschen, dass individuelles und gesellschaftliches Handeln positive Konsequenzen hat, dass ich mitbestimmen kann, dass ich mitreden kann und gehört werde.
Die Vorlagen für Forumtheaterszenen sind die eigenen Erfahrungen der SchauspielerInnen. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Erfahrungen in den „Opfer-rollen“ gelegt, auf die, denen Gewalt angetan wird, denen Unrecht angetan wird, die mit ihren Wünschen nicht „durch“ kommen.

Bei einer Aufführung können die ZuschauerInnen aktiv in das Geschehen auf der Bühne einsteigen. Überall dort, wo ein/e ZuschauerIn mit der Handlungsweise des Opfers nicht zufrieden ist, kann er/sie STOP! rufen und damit das Spiel unterbrechen. Anstelle des SchauspielerIn geht nun der Zuschauende auf die Bühne und versucht, Bewegung und Veränderung in die Szene zu bringen. Dabei ist alles erlaubt, ausser handgreiflicher Gewalt gegen die SchauspielerInnen.

Die Fragen, mit denen SpielerInnen und ZuschauerInnen bei Forumtheaterproduktionen konfrontiert sind: Wo nehme ich Gewalt und Unterdrückung wahr und in welcher Form? Getraue ich mich einzumischen, wenn ich mit Gewalt und Unterdrückung konfrontiert werde? Getraue ich mich, Widerstand zu leisten - in welcher Form kann/Will ich das? Traue ich mich STOP zu rufen und das gewohnte Spiel zu unterbrechen? Und wie ist das in meinem eigenen Leben? Handle ich selbst oder lasse ich aus Trägheit oder Angst andere über mich bestimmen?


Literatur: Pfaffenwimmer B., Wir in der Gesellschaft, die Gesellschaft in uns. Psychodramatische Betrachtungen zur Forumtheaterarbeit in Langzeitgruppen. in: Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie 2 (2006) 287-297 unter: http://www.psychodrama-austria.at

 

FORUMTHEATERGRUPPE "WIEGL"

Die Theatergruppe wurde 1982 mit dem Anliegen gegründet, im Rahmen der damaligen Friedensbewegung animatives Strassentheater zu spielen. Ab 1988 wurde speziell Forumtheater für Kinder und Jugendliche gespielt. 1992 wurde die Gruppe nach Rio des Janeiro zum 7.Int.Festival des Theaters der Unterdrückten eingeladen, mit einer Produktion zum Thema Rassismus gegen AusländerInnen.

1994 veranstaltete die Gruppe das erste österreichische Forumtheaterfestival und einen grossen Workshop mit Augusto Boal. 1997 fuhr die Gruppe zum Internationalen
Forumtheaterfestival nach Toronto. In den folgenden Jahren folgten Produktionen zu den Themen: "Österreich, Neutralität und NATO"; "Psychohygiene und Arbeitsmedizin"; "Umwelt/Wirtschaft und Soziales - Nachhaltigkeit"; "Vergangenheitsbewältigung in der Familie"; "Spannungsfeld Frau und Familie"; "Bedingungslos für die Arbeit - neue
Unterdrückungsformen in der Arbeitswelt".

Einige weitere Auftritte der letzten Jahre:
> "Interkulturelle Akzente" von Arbeiterkammer Wien und Theater Akzent 2004
Gewinn eines der drei des Hauptpreise mit der Produktion "Bedingungslos
für den Job- Am Bau"

> "Tage des Forumtheaters - Theater statt Gewalt" Kardinal König Haus 2004

> Österreichisches Theatermuseum Produktion "Frauen und Karriere" 2006

> St.Josef Krankenhaus Wien "Sag mir wo die Frauen sind" 2007

> Benefiz zugunsten des Moreno-Museums "Menschen, Leidenschaften und eine Bühne" Kardinal König Haus 2007 http://www.kardinal-koenig-haus.at/wir_nach.php

> Lange Nacht der Kirchen Linz in der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung B7 „Sag mir wo die Frauen sind“ Mai 2008